Frau mit fülliger Figur in gelbem T-shirt steht im Park und fasst sich mit beiden Händen an den Bauch

Adipositas: Ursachen, Symptome und Behandlungsstrategien

Adipositas, oft als Fettleibigkeit bezeichnet, ist eine chronische Erkrankung, die durch übermäßige Fettansammlung im Körper gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung kann nicht nur die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, sondern auch zahlreiche gesundheitliche Risiken mit sich bringen. In diesem Artikel möchten wir Betroffenen und ihren Angehörigen umfassende Informationen zu den Ursachen, Symptomen und möglichen Behandlungsansätzen bieten. Unser Ziel ist es, Klarheit zu schaffen und praktische Wege aufzuzeigen, um die Gesundheit nachhaltig zu verbessern.

Definition: Was ist Adipositas?

Adipositas wird durch einen Body Mass Index (BMI) von 30 oder höher definiert. Der BMI berechnet sich aus dem Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Adipositas ist jedoch mehr als nur eine statistische Zahl. Sie steht in enger Verbindung mit verschiedenen gesundheitlichen Herausforderungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, nicht-alkoholische Fettlebererkrankung , und infolgedessen auch mit dem metabolischen Syndrom.

Während Übergewicht in der Regel eine moderate Gewichtszunahme beschreibt, liegt bei Adipositas eine übermäßige Ansammlung von Körperfett vor, die den Stoffwechsel belastet und langfristig das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich erhöht.

Die Rolle der Leber bei Adipositas

Die Leber spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel und ist eine der Schlüsselstrukturen, die bei der Entwicklung von Adipositas betroffen sind. Eine Fettlebererkrankung entwickelt sich häufig bei übergewichtigen oder adipösen Menschen, da überschüssiges Fett in der Leber gespeichert wird. Diese Fettansammlung kann zu Entzündungen und weiteren Leberschäden führen, wenn sie über einen längeren Zeitraum unbehandelt bleibt.

Ursachen von Adipositas

Adipositas resultiert aus einem Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und Energieverbrauch. Verschiedene Faktoren tragen zur Entwicklung bei:

  1. Ernährungsgewohnheiten: Eine Ernährung, die reich an gesättigten Fetten und Zucker, aber arm an Nährstoffen ist, fördert die Gewichtszunahme. Zu viele schnelle Kohlenhydrate und verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte erhöhen das Risiko.
  2. Bewegungsmangel: Ein sesshafter Lebensstil trägt erheblich zur Entwicklung von Adipositas bei, da die zugeführten Kalorien nicht ausreichend verbrannt werden.
  3. Genetische Prädisposition: Bestimmte genetische Faktoren können die Anfälligkeit für Gewichtszunahme erhöhen.
  4. Umweltfaktoren: Verfügbarkeit von hochkalorischen Lebensmitteln, mangelnde Bewegungsmöglichkeiten und soziokulturelle Normen beeinflussen das Verhalten und tragen zu Übergewicht bei.
  5. Stoffwechsel- und Hormonstörungen: Krankheiten wie das Cushing-Syndrom oder Hypothyreose können Gewichtszunahme fördern.
Body-Mass-Index BMI mit Maßband, Stethoskop und Obst

Diagnose und Klassifikation von Übergewicht und Adipositas

Die Diagnose von Übergewicht und Adipositas erfolgt in der Regel mithilfe des Body-Mass-Index (BMI). Er berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat (kg/m²). Während man bereits ab einem BMI ( siehe BMI) von 25 von Übergewicht bzw. einer Prä-Adipositas spricht, liegt Adipositas ab einem BMI von 30 vor und ist in drei Grade eingeteilt. Adipositas Grad 1 entspricht einem BMI zwischen 30 bis 34,9. Adipositas Grad 2 entspricht einem BMI von 35 bis 39,9. Adipositas Grad 3 entspricht einem BMI ab 40. Ein BMI von 25 bis 29,9 gilt als Übergewicht, ab 30 spricht man von Adipositas. Neben dem BMI berücksichtigt die medizinische Bewertung zunehmend auch den Taillenumfang oder das Verhältnis von Taille zu Hüfte (WHR), da diese Werte Rückschlüsse auf die Verteilung des Körperfetts und das damit verbundene Gesundheitsrisiko zulassen.

Welche Arten von Übergewicht und Adipositas gibt es?

  • Übergewicht / Präadipositas: BMI 25,0 – 29,9
  • Adipositas Grad 1: BMI 30,0 – 34,9
  • Adipositas Grad 2: BMI 35,0 – 39,9
  • Adipositas Grad 3: BMI 40

Moderne Diagnostik bezieht zudem Laborwerte, Blutdruck und Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus oder Fettleber mit ein, um ein ganzheitliches Risikoprofil zu erstellen und individuelle Therapieempfehlungen abzuleiten.

Arzt misst Taillenumfang eines Mannes

Symptome und Risiken von Adipositas

Adipositas geht mit einer Reihe belastender Symptome einher, die oft laienhaft als "einfach übergewichtig" abgetan werden. Typische Symptome sind erhöhte Müdigkeit, Schlafstörungen, Atemnot bei Anstrengung und Gelenkbeschwerden. Viele Betroffene berichten außerdem über Konzentrationsprobleme, ein allgemeines Schwächegefühl und wiederkehrende Rückenschmerzen, die den Alltag zusätzlich erschweren können. Nicht selten treten Verdauungsbeschwerden oder ein verstärktes Schwitzen auf, selbst bei geringer körperlicher Belastung. Manche Menschen bemerken, dass sie schneller aus der Puste kommen und weniger Belastung vertragen als früher – selbst kleine Anstrengungen wie Treppensteigen oder längere Spaziergänge werden zur Herausforderung. Diese Symptome sind ernstzunehmende Warnsignale, denn sie zeigen, dass der Körper bereits unter der chronischen Fettansammlung leidet. Indem Sie aufmerksam auf diese Anzeichen achten und Veränderungen frühzeitig wahrnehmen, können Sie aktiv Ihre Gesundheit schützen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.

Langfristige Gesundheitsrisiken

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Adipositas erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle durch die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Überschüssiges Körperfett führt dazu, dass das Herz stärker arbeiten muss, um den gesamten Körper mit Blut zu versorgen, was langfristig den Blutdruck steigen lässt. Eine anhaltende Druckbelastung kann die Gefäße schädigen, Ablagerungen fördern und so die Gefahr von Arteriosklerose, also einer Verengung und Verhärtung der Arterien, erhöhen. Dadurch wird das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall deutlich gesteigert. Indem Sie Ihren Lebensstil auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung ausrichten, können Sie aktiv dazu beitragen, diese Risiken zu senken und Ihr Herz-Kreislauf-System langfristig entlasten.

Diabetes Typ 2

Starkes Übergewicht ist ein führender Risikofaktor für die Entwicklung von Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes. Bei Adipositas kommt es häufig vor, dass Zellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin reagieren, was zur Folge hat, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt. Dieser Zustand wird als Insulinresistenz bezeichnet und ist eine der grundlegenden Vorstufen für die Entstehung von Typ-2-Diabetes. Gerade im Anfangsstadium macht sich dieser Prozess oft kaum bemerkbar, weshalb viele Betroffene lange Zeit nichts von den Veränderungen in ihrem Körper spüren. Bleibt der hohe Blutzuckerwert jedoch unbehandelt, kann es auf Dauer zu ernsthaften Schäden an den Blutgefäßen, Nerven und Organen kommen. Die gute Nachricht: Durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine bewusste Lebensführung können Sie das Risiko deutlich senken und den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Schon kleine Veränderungen im Alltag – wie mehr Gemüse auf dem Teller, regelmäßige Spaziergänge oder bewusste Essenspausen – helfen, die Insulinempfindlichkeit wieder zu verbessern und Ihre Gesundheit aktiv zu schützen.

Fettlebererkrankungen

Durch die übermäßige Ansammlung von Fett in der Leber können Entzündungen und dauerhafte Leberschäden entstehen. Wird diese sogenannte nicht-alkoholische Fettlebererkrankung nicht frühzeitig erkannt und behandelt, kann es zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Leberfunktion kommen. In manchen Fällen entwickeln sich aus den Entzündungsprozessen Narben im Gewebe, eine sogenannte Leberfibrose, die im weiteren Verlauf in eine Leberzirrhose übergehen kann – ein irreversibler Zustand, bei dem die Leber nicht mehr in der Lage ist, ihre lebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen. Diese Folgen betreffen nicht nur die Leber selbst, sondern können das gesamte Wohlbefinden und die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen. Entscheidend ist daher, erste Warnzeichen ernst zu nehmen und gezielt vorzubeugen, damit die Leber entlastet und ihr Regenerationspotenzial optimal genutzt werden kann. Schon mit kleinen Veränderungen im Alltag, wie einer gesünderen Ernährung oder mehr Bewegung, können Sie Ihre Leber schützen und das Risiko für dauerhafte Schäden deutlich verringern.

Informieren Sie sich hier zum Thema Fettleber

Schlafapnoe:

Bei Menschen mit Adipositas ist das Risiko für sogenannte Schlafapnoe deutlich erhöht, und umgekehrt kann Schlafapnoe die Gewichtszunahme fördern. Bei einer Schlafapnoe erschlaffen während des Schlafs die Muskeln im Rachenraum stärker als gewöhnlich, sodass es zeitweise zu einer Verengung oder sogar einem vollständigen Verschluss der oberen Atemwege kommt. Infolgedessen stoppt die Atmung für einige Sekunden oder längere Zeit, was zu einer reduzierten Sauerstoffzufuhr im Körper führt und das Herz-Kreislauf-System erheblich belastet. Viele Betroffene merken zunächst nichts davon, können aber tagsüber mit starker Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder morgendlichen Kopfschmerzen reagieren. Ein lautes, unregelmäßiges Schnarchen oder kurze Atemaussetzer werden zumeist eher vom Partner oder der Partnerin bemerkt. Wichtig ist: Wird Schlafapnoe nicht erkannt und behandelt, steigt das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und sogar Herzinfarkt oder Schlaganfall. Damit Sie wieder erholsam schlafen und Ihre Gesundheit schützen können, lohnt sich eine gezielte Abklärung beim Arzt – denn schon kleine Veränderungen, wie eine Gewichtsreduktion oder das Vermeiden von Alkohol am Abend, können zu einer spürbaren Besserung führen.

Gewisse Krebsarten:

Menschen mit Adipositas tragen ein erhöhtes Risiko, an bestimmten Krebsarten wie zum Beispiel Brustkrebs, Dickdarmkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Zudem beeinflusst das Körperfett den Hormonhaushalt, zum Beispiel durch die erhöhte Produktion von Östrogenen, die bei einigen Krebsarten eine Rolle spielen. Auch Veränderungen im Immunsystem und chronische Entzündungen, die durch Übergewicht verstärkt werden, können das Risiko für Krebserkrankungen weiter erhöhen. Dieser Zusammenhang verdeutlicht, wie wichtig es ist, auf das eigene Körpergewicht zu achten und frühzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen – nicht nur, um offensichtliche Folgeerkrankungen zu vermeiden, sondern auch das persönliche Krebsrisiko zu senken. Schon kleine Schritte in Richtung einer gesünderen Lebensweise stärken die eigene Widerstandskraft und unterstützen den Körper darin, Krankheiten vorzubeugen.

Behandlungsmöglichkeiten für Adipositas

Die Behandlung von Adipositas erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt ist. Hier sind einige effektive Strategien:

Frische Lebensmittel einer flexitarisch mediterranen Ernährung

Ernährungsumstellung

Eine bewusste Ernährungsumstellung ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung von Adipositas. Empfehlenswert sind:

  • Reduzierung des Zucker- und Fettkonsums: Bevorzugen Sie ungesättigte Fettsäuren aus Quellen wie Nüssen, Samen, Oliven oder Avocados und reduzieren Sie den Verzehr von industriell verarbeiteten Lebensmitteln, die in der Regel viel versteckten Zucker enthalten.
  • Erhöhung der Ballaststoffzufuhr: Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst (vor allem Beeren) und Gemüse (vor allem Hülsenfrüchte) fördern die Sättigung und regulieren den Blutzuckerspiegel.
  • Kalorienbewusst essen: Ziel ist es, weniger Kalorien zu konsumieren, als verbraucht werden.
Übergewichtige Frau trainiert auf einem Rudergerät

Körperliche Aktivität

Regelmäßige Bewegung ist für die Gewichtsreduktion entscheidend:

  • Integrieren Sie Bewegung in den Alltag: Kleine Änderungen, wie Treppensteigen statt Aufzugfahren, können helfen.
  • Regelmäßiges Training: Mindestens 150 Minuten mäßig intensive Aktivitäten pro Woche, wie Gehen oder Radfahren, sind ideal.

Medizinische Unterstützung und Maßnahmen

Psychotherapeut schreibt Notizen

Verhaltenstherapie: 

Psychologische Unterstützung kann helfen, Essgewohnheiten und emotionale Auslöser zu identifizieren und zu ändern. Vielen Menschen fällt es schwer, ihr Verhalten im Alltag dauerhaft umzustellen, da Essen oft auch eine emotionale Funktion übernimmt – etwa als Trostspender oder zur Stressbewältigung. In der Verhaltenstherapie werden deshalb individuelle Auslöser für ungesundes Essverhalten gemeinsam erarbeitet und gezielte Strategien entwickelt, um darauf anders zu reagieren. Schritt für Schritt lernen Sie, neue Wege im Umgang mit Stress, Frust oder Unsicherheiten zu finden, ohne automatisch zum Essen zu greifen. Diese Hilfestellung schafft nicht nur ein tieferes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse, sondern unterstützt Sie auch dabei, langfristig gesunde Gewohnheiten zu etablieren und Ihr Selbstvertrauen auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden zu stärken.

Frau mit Tablette in der Hand

Medikamentöse Behandlung: 

Medikamente können eingesetzt werden, um den Appetit zu reduzieren oder die Fettaufnahme zu blockieren. Dabei wird die medikamentöse Therapie immer individuell mit Ihrem Arzt abgestimmt, da nicht alle Präparate für jede Person geeignet sind. Ziel dieser Medikamente ist es, das Abnehmen zu erleichtern – sie ersetzen jedoch keine gesunde Ernährung oder regelmäßige Bewegung, sondern stellen eine ergänzende Maßnahme dar. Häufig kommen sogenannte Appetitzügler oder Wirkstoffe zum Einsatz, die gezielt den Fettstoffwechsel beeinflussen. Wichtig zu wissen ist, dass verschreibungspflichtige Medikamente meist bei starkem Übergewicht oder wenn gesundheitliche Risiken bestehen, in Erwägung gezogen werden. Begleitend werden regelmäßige Kontrollen empfohlen, um Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. So kann gemeinsam mit dem behandelnden Team überprüft werden, ob die Therapie erfolgreich ist oder individuell angepasst werden muss. Eine offene Kommunikation unterstützt dabei, den besten Weg zu finden und die langfristige Motivation aufrechtzuerhalten.

Chirurgen in steriler OP-Kleidung und Maske führen Operation am Patienten durch

Bariatrische Chirurgie: 

In schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff, wie eine Magenbypass-Operation, in Betracht gezogen werden, um das Magenvolumen zu reduzieren und die Nahrungsaufnahme zu begrenzen. Solche sogenannten bariatrischen Operationen dienen dazu, das Körpergewicht deutlich und dauerhaft zu senken, wenn andere Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und Bewegung allein nicht ausreichend sind. Eingriffe wie der Magenbypass oder das Magenband führen dazu, dass Sie früher ein Sättigungsgefühl spüren und dadurch weniger essen. Die Entscheidung für eine Operation erfolgt immer nach sorgfältiger medizinischer Prüfung und ausführlicher Beratung, damit die Chancen, aber auch die Risiken und möglichen Nebenwirkungen klar abgewogen werden können.

Zusammenhang Adipositas und Fettleber

Adipositas, also starkes Übergewicht, gehört zu den wichtigsten Faktoren, die die Entstehung einer nicht-alkoholischen Fettleber begünstigen. Stellen Sie sich Ihre Leber wie eine Filteranlage vor: Wenn zu viel Körperfett vorhanden ist, werden vermehrt überschüssige Fettsäuren in der Leber eingelagert. Diese Fettansammlungen in den Leberzellen können kleine Entzündungsherde auslösen und die Arbeitsweise Ihrer Leber bremsen.

Medizinische Untersuchungen zeigen, dass Übergewicht und Fettleber oft gemeinsam auftreten und einander verstärken – insbesondere, wenn zusätzlich Stoffwechselprobleme wie ein höherer Blutzuckerspiegel oder erhöhte Blutfettwerte bestehen.

Die gute Nachricht: Sie können Ihre Leber gezielt unterstützen. Schon eine nachhaltige Gewichtsreduktion, kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung, entlastet die Leber spürbar. So verringern sich die Fettablagerungen – und Ihre Leber kann wieder besser arbeiten. Jede noch so kleine Veränderung im Alltag zählt: Beispielsweise tun kleine Bewegungseinheiten zwischendurch, bewusste Essenspausen oder das Tauschen von süßen Snacks gegen kleine Mengen Obst Ihrer Leber spürbar gut.

Adipositas & Unterstützung der Familie

Die Unterstützung der Familie ist unerlässlich, um Verhaltensänderungen zu fördern und eine gesunde Umgebung zu schaffen:

Gemeinsame Mahlzeiten:

Bereiten Sie gesunde Mahlzeiten zusammen zu, um die Ernährungsumstellung für alle praktikabel zu machen. Unterstützung bei Bewegung: Unternehmen Sie gemeinsame Aktivitäten, um Motivation und Engagement zu fördern.

Offene Kommunikation:

Sprechen Sie über Herausforderungen und Erfolge, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen. Zusätzlich hilft eine familiäre Rückendeckung dabei, Rückfällen vorzubeugen und neue Routinen zu festigen. Gerade im Alltag können kleine gemeinsame Schritte – etwa das bewusste Einkaufen, das gemeinsame Kochen oder auch ein Spaziergang nach dem Abendessen – einen großen Unterschied machen. Wer als Team auftritt, stärkt nicht nur die Beziehungen innerhalb der Familie, sondern sorgt auch dafür, dass Veränderungen langfristig gelingen. Durch diesen Rückhalt erleben viele Betroffene mehr Zuversicht und nehmen Herausforderungen leichter an, weil sie wissen: Sie sind nicht allein auf ihrem Weg zu einem gesünderen Leben.

Frau sitzt eng neben übergewichtigen Mann auf dem Sofa und legt den Arm um ihn

Wie kann man als Angehöriger eines Adipositas-Patienten unterstützen?

Adipositas und damit verbundene Erkankungen betreffen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern oft auch ihr soziales Umfeld. Angehörige können hier eine entscheidende Rolle spielen, ohne zu bevormunden. Besonders wirksam ist eine Kombination aus emotionaler Unterstützung, gemeinsamer Lebensstilgestaltung und respektvoller Kommunikation.

Emotionale Unterstützung anbieten

Viele Betroffene erleben Gefühle wie Scham, Rückzug oder Frustration. Angehörige können helfen, indem sie zuhören, Verständnis zeigen und kleine Fortschritte würdigen. Ein stabiles Umfeld erleichtert Veränderungen.

Gesunde Routinen gemeinsam gestalten

Statt nur Ratschläge zu geben, ist es motivierender, aktiv mitzuwirken: gemeinsam gesunde Mahlzeiten planen, auf eine ausgewogene Ernährung umstellen, zusammen spazieren gehen oder feste Bewegungszeiten einführen. Lebensstiländerungen fallen leichter im Verbund.

Wissen einbringen – aber sensibel

Adipositas ist eine komplexe Erkrankung mit vielen Einflüssen. Angehörige können sich informieren und gemeinsam mit dem Betroffenen überlegen, welche Schritte realistisch sind. Wichtig ist, Motivation zu fördern statt Druck aufzubauen.

Professionelle Unterstützung fördern

Eine qualifizierte Ernährungsberatung, medizinische Abklärung oder eine Verhaltenstherapie bringen oft den Unterschied. Angehörige können bei der Suche behilflich sein oder Termine begleiten – ohne Erwartungsdruck auf die betroffene Person auszuüben.

Fazit: Gemeinsam gegen Adipositas angehen

Adipositas ist eine bewältigbare Herausforderung, die Mut und Engagement erfordert. Mit dem richtigen Wissen und Unterstützung können Betroffene positive Veränderungen vornehmen. Eine langfristige Kombination aus gesunder Ernährung, ausreichender Bewegung und gegebenenfalls medizinischer Unterstützung bietet den besten Weg zur Überwindung dieser Erkrankung. Es ist nie zu spät, einen gesünderen Weg einzuschlagen und die Kontrolle über die eigene Gesundheit zu übernehmen.

Arzt und Patient lesen Broschüre

In unserem Glossar finden Sie kurze, leicht verständliche Erklärungen zu allen wichtigen Fachausdrücken rund um Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Fettleber.

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